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Vergangenes
2010
NVVO-Exkursion am 9./10.10.2010 in den Aletschwald
und der Versuch einen Bartgeier zu sichten….
Am 9. Oktober 2010 war es so weit, dass sich eine Gruppe des NVVO auf den Weg des geplanten jährlichen Ausflugs machte. Es war das einzigartige Wochenende wo schätzungsweise die halbe Schweiz unterwegs war und es recht schwierig war im öffentlichen Verkehr einen Platz zu ergattern. Da wir aber von Vorfreude erfüllt waren, tat dies der guten Laune keinen Abbruch. Ab Mörel waren wir dann vollzählig und mit Elan haben wir auf der Riederalp den Weg zur historischen Villa Cassel unter die Füsse genommen. Diese wurde am Anfang des 20. Jahrhundert als mondäne Sommerresidenz des reichen Engländers Sir Ernest Cassel erbaut und beherbergt nun seit 25 Jahren das erste Umweltbildungszentrum der Schweiz. Da haben wir uns zu einem kleinen Mittagslunch zusammengefunden um uns dann unter fachkundiger Leitung der sympathischen Studentin aus dem Kanton Freiburg auf den Weg zur Exkursion zu machen.
Das Aletschgebiet wird geprägt durch extreme Gegensätze. Auf engstem Raum und nur wenigen Höhenmetern wechseln trocken-heisse Standorte, kühle Wälder und karge Gletscherlandschaften miteinander ab. Die junge Frau hat uns von Etappe zu Etappe diverse Aufgaben gestellt - wie viele Nadelbäume anzutreffen sind – welche Spuren der Wildtiere zu sehen sind – welche unterschiedlichen Tannzapfen - und dann führte uns die Exkursion vorbei an Hochmooren, wo die Hirsche sich abends suhlen. Da Brunstzeit war, war das Röhren der Hirsche unsere Begleitmusik. Einen fantastischen Höhepunkt erlebten wir bei der Sichtung eines Hirschs, der sich in unsere Nähe verirrt hatte. Diese majestätische Erscheinung war tatsächlich ein Highlight.
Den Abend verbrachten wir in Raron, wo unser Präsident die Gruppe zum Fondue im Elternhaus empfing. Das war ein schöner Ausklang nach einem erlebnisreichen Tag.
In der Früh am 10. Oktober dann bereits um 0700 h gings nach Leukerbad und dann auf die Gemmi auf der Suche nach dem Bartgeier. Das von Gletschern geformte Felsmassiv hat alle beeindruckt, nur der Bartgeier wollte sich nicht zeigen. Es erfreute uns dafür als besondere Rarität ein jagender Merlin, eine kleine Falkenart aus Skandinavien, der uns auf seinem Weg Richtung Süden ins Winterquartier kreuzte. Dazu kamen Steinschmätzer, Bergpieper, verschiedene Finkenvögel und viele Alpandohlen, sodass wir nicht ohne Erfolg den Weg zur Sunnebühlbahn unter die Füsse nehmen konnten.
Theres Chiodi
Der Töniweiher fordert uns
Der Töniweiher ist Schutzgebiet von kantonaler Bedeutung, weil er einen hohen Amphibienbestand aufweist, sowie seltene Pflanzen und Amphibien beherbergt. Dank intensiver Pflege geht es dem Töniweiher, biologisch betrachtet, heute gut. So ist das kleine unscheinbare Sumpfblut Auge wieder entdeckt worden, ebenso macht der seltene Kammmolch in kleiner Anzahl seine Aufwartung im Weiher. Der Wasserfrosch hat besonders dieses Jahr eine grosse Zahl von jungen Fröschen hervorgebracht.
Das Wohlbefinden hat jedoch seinen Preis. Nicht nur errichtet der NVVO jedes Jahr Absperrungen entlang der Strasse und bringt die Tiere zu ihren Laichplätzen; mit dem Kleber „küssen ja, plattfahren nein“ mahnen wir zudem besonders Autofahrer zur Rücksichtnahme auch muss der Weiher selbst vor dem Versanden und Verschlammen bewahrt werden. Jeden Herbst schneiden wir aus diesem Grund das hohe Gras - Seggen genannt- und führen es ab. Das Abmähen und Einsammeln im Wasser stehend ist sehr anstrengend und verlangt Kraft und Ausdauer.
In den letzten drei Jahren fiel im Spätsommer überdurchschnittlich viel Regen ganz besonders in diesem Jahr. Die Folge war ein hoher Wasserstand und schweres zum Teil angefaultes Gras. In drei Tagen haben wir so gut es ging den Weiher bei Nässe und Regen gepflegt. Erfreulich viele Helfer, es waren zeitweise gegen 10 Personen, haben in Fronarbeit bis zum Umfallen geschuftet. Besonders erfreut waren wir, dass Hans Kaufmann mit 12 Schülern der Oberstufe in einem harten Einsatz mitgeholfen hat, etwa 80% der Fläche vom schweren Gras zu befreien. Auch die Schüler kamen an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit, eine Erfahrung, die zwar schmerzhaft, aber dennoch ein nützlicher Beitrag zur Lebenserfahrung ist. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die jungen Leute.
Wir sind froh, dass wir es auch dieses Jahr wieder geschafft haben, den Töniweiher auf Vordermann zu bringen. Der übriggebliebene Fünftel, den wir mit bestem Willen nicht mehr abmähen konnten, macht uns etwas Kummer, weil er verfilzen und von uns nächstes Jahr einen ganz besonderen Einsatz verlangen wird.
Die Gemeinde kann stolz sein, ein solches Kleinod in ihrem Besitz zu haben. Wir vom NVVO werden weiterhin alle unsere Kräfte dafür einsetzen, dass es erhalten und gefördert wird.
Mathis Wissler
Gerhard Vonwil
Exkursion Bünz - 20. Juni 2010
Am 20. Juni 2010 um 10.00 h hat sich eine Gruppe interessierter und engagierter Naturschützer beim Kinderspielplatz im Murimoos getroffen. Nach der vorangehenden Regenwoche war es kaum zu glauben, dass wir trockenen Fusses einen Augenschein von der wunderbaren Revitalisierung der Bünz nehmen konnten. Die Bünz führte Hochwasser, so dass wir uns die Veränderungen zum Teil nach Aufzeigungen von Herr Mars Staufer vorstellen mussten. So konnten wir natürlich die Vorkehrungen, welche zur Fliessverlangsamung getroffen wurden nicht sehen.
Herr Staufer ist ein begeisterter und hoch motivierter Riverwatcher. Er hat uns aufgezeigt, wie die kanalisierte, langweilige, ökologisch tote Bünz dank einer guten Zusammenarbeit mit dem Murimoos, mit Landbesitzern und dem Kanton und den Riverwatchern revitalisiert und zu neuem Leben erweckt werden konnte. Es wurden bereits Lachse eingesetzt, die schon kräftig gewachsen sind, was etwas über das neue Bachklima aussagt. Natürlich können diese Fische noch nicht ins Laichgewässer zurückfinden, da noch unüberwindbare Hindernisse bestehen.
Ganz einzigartig an die Bünz angeneigt ist ein Wasserspielplatz, der mit einer Alarmanlage verbunden ist und bei Hochwasser durch Murimoos geschlossen wird. Die Anlage versetzt einem um Jahrzehnte zurück, als solche Spielmöglichkeiten noch häufig ganz natürlich vorhanden waren.
Wir danken Herr Mars Staufer ganz herzlich für Führung, die alle begeistert hat.
Theres Chiodi 5.7.2010
Vogelkonzert auf dem Horben
Eine faszinierende Exkursion des NVVO am 2. Mai 2010, morgens um 5 Uhr:
14. Mai 2010 – Bereits zum dritten Mal führte der Natur- und Vogelschutzverein Oberfreiamt NVVO eine Frühexkursion in den Oberfreiämter Wälden durch, um die Natur, insbesondere die Vögel, beim Erwachen zu beobachten. Dieses Jahr wurde die Veranstaltung gemeinsam mit dem Naturschutzverein Muri NAMU durchgeführt. Der Himmel war bedeckt, aber wir wurden vom Regen verschont. Das reichhaltige Frühstück, bereitgestellt vom NVVO und NAMU in der Sonneri der Familie Haas, rundete das Morgenkonzert wundervoll ab. 31 Vogelarten hörten oder sahen wir zwischen 5 und 7 Uhr.
Hier die eindrückliche Liste:
- Amsel
- Bachstelze
- Baumpieper
- Blaumeise
- Buchfink
- Buntspecht
- Feldsperling
- Fichtenkreuzschnabel
- Gartenrotschwanz
- Goldammer
- Grauschnäpper
- Hausrotschwanz
- Heckenbraunelle
- Kleiber
- Kohlmeise
- Mäusebussard
- Misteldrossel
- Mönchsgrasmücke
- Rabenkrähe
- Rauchschwalbe
- Ringeltaube
- Rohrkehlchen
- Singdrossel
- Sommergoldhähnchen
- Star
- Stockente
- Tannenmeise
- Trauerschnäpper
- Wintergoldhähnchen
- Zaunkönig
- Zilpzalp
Vogelkonzert auf dem Horben am 2. Mai, um 5 Uhr
21. April 2010 - Es hat sich herumgesprochen, die Vogelkonzerte am Morgen sind ein einmaliges Erlebnis. Sogar Morgenmuffel hält es nicht mehr in den Betten, nachdem sie die ersten miterlebt haben. Flyer als Download [182 KB]
Vogelstimmen können auf der Homepage der Vogelwarte Sempach angehört werden: www.vogelwarte.ch
Amphibienstatistik 2010, Zugstelle Töniweiher
19. April 2010 - Der Amphibienzug 2010 ist beendet. Danke allen Helferinnen und Helfern für die tatkräftige Unterstützung. Die Tages-Transferblätter sagen aus, dass dieses Jahr an der Zugstelle Töniweiher wesentlich weniger Tiere in den Weiher getragen werden konnten als letztes Jahr. Saisonale Schwankungen sind aber normal. PDF-Download Amphibienstatistik 2010 [101 KB]
Froschkleber im SF Meteo, 21. März 2010
Meteo vom 21. März (Kleber am Ende der Sendung)
Amphibienzug 2010
19. Februar 2010 - Bald sind sie wieder zu Hunderten, wenn nicht zu Tausenden unterwegs: Frösche, Kröten, Lurche etc. Einen grossen und bedeutenden Amphibienzug gibt es auch bei uns, direkt vor der Haustür, bei der Brandwaldstrasse in Sins. Viele hüpfende und kriechende Tiere wären chancenlos, würden sie nicht von uns eingesammelt und über die Strasse zum Weiher getragen.
Mehr dazu
Froschzug: Sperrung der Strasse beim Brandwald
12. Februar 2010 - Amtliche Mitteilung der Gemeinde Sins im Anzeiger für das Oberfreiamt und auf der Homepage der Gemeinde Sins vom 12. Februar 2010:
Ende Februar und im März wird in den Regennächten, bei Temperaturen über 5 Grad Celsius wiederum vermehrt ein Wechsel der Aufenthaltsorte der Frösche zu beobachten sein. Bekanntlich findet dieser Froschzug in unserer Gemeinde insbesondere bei der Brandwaldstrasse ab dem Bereich des Meienbergbaches in Richtung Töniweiher statt. Um diese Tiere vor den Gefahren des Verkehrs zu schützen, hat der Gemeinderat dem Natur- und Vogelschutzverein wie in den Vorjahren die Bewilligung erteilt, zu den kritischen Zeiten die Strasse ab dem Sandsilo Richtung Töniweiher bis zur Aettenschwilerstrasse für den Verkehr zu sperren. Der Gemeinderat ersucht die Verkehrsteilnehmer um die erforderliche Rücksichtnahme und dankt für das Verständnis.
Förderung der Hochstämmer im Oberfreiamt
Obstbaum pflanzen
Einer unserer Beiträge zum Internationalen Jahr der Biodiversität 2010
Februar 2010 - Was im Jubiläumsjahr mit den Obsterlebnistagen begann und an der SIGA (Sinser Gewerbeausstellung 2009) mit unserem Most- und Obststand weitergeführt wurde, war ein toller Erfolg. Dank Spenden konnten bei mehreren Bauern 55 Obstbäume gepflanzt werden. Die Aktion hatte einen Schneeball-Effekt: Bereits haben weitere Bauern Interesse bekundet, ebenfalls Obstbäume zu pflanzen. Wir wollen den Schwung nutzen und die Baumspendeaktion in den kommenden Jahren fortsetzen. Die Finanzierung soll zu gleichen Teilen auf drei Beinen stehen: 1. Baumspenden, 2. Allgemeine Mittel des NVVO, 3. Beiträge der Bauern.
Machen Sie mit: Mit Ihrer Baumspende von 20 Franken wird ein Hochstamm gepflanzt.
- PC 50-6-9, Aarg. Kantonalbank, 5610 Wohlen
- Konto 165.004.775.40
- IBAN: CH46 0076 1016 5004 7754 0
- Natur- und Vogelschutzverein Oberfreiamt
- Vermerk Hochstämmer
PDF-Download Merkblatt Obstbäume [206 KB]
Mehlschwalbe ist Vogel des Jahres 2010
4. Februar 2010 - Die Mehlschwalbe ist vom Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz zum Vogel des Jahres 2010 erkoren worden. Die schwarz-weisse Schwalbe wirbt im Internationalen Jahr der Biodiversität für mehr Biodiversität im Siedlungsraum. Sie benötigt offene Bodenstellen und ein grosses Insektenangebot. Foto: Mark Hamblin (rspb-images.com)
Link zur Homepage SVS/BirdLife Schweiz mit Medienmitteilung und weiteren Informationen
Internationales Jahr der Bioversität 2010
Januar 2010 - Bundesrat Moritz Leuenberger und Ständeratspräsidentin Erika Forster sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Verbänden und Organisationen haben am 12. Januar 2010 das Internationale Jahr der Biodiversität in der Schweiz lanciert. Eine grosse Chance, die Bevölkerung für die biologische Vielfalt zu begeistern und für deren Erhalt und Förderung zu gewinnen.
Ton-Logo des Internationalen Jahrs der Biodiversität 2010, Aufnahme Bruno Keist:
Feldgrille (mp3) [655 KB]
Feldgrille (wav) [5'574 KB]
Zur Homepage des Forums Biodiversität Schweiz
Biodiversität oder biologische Vielfalt bezeichnet gemäss dem Übereinkommen über biologische Vielfalt (CBD) die Variabilität unter lebenden Organismen jeglicher Herkunft, darunter Land-, Meeres- und sonstige aquatische Ökosysteme und die ökologischen Komplexe, zu denen sie gehören. Dies umfasst die Vielfalt innerhalb der Arten (Artenvielfalt) und zwischen den Arten und die Vielfalt von Ökosystemen. Sie bezieht sich entsprechend auf alle Aspekte der Vielfalt in der lebendigen Welt. Die Biodiversität ist eine Lebensgrundlage für das menschliche Wohlergehen, weshalb ihre Erhaltung von besonderem Interesse ist. Dabei treffen die Folgen einer abnehmenden Biodiversität oft als erstes die Armen der Welt, da diese häufig auf die aus der Natur gewonnenen Erzeugnisse angewiesen sind (Quelle Wikipedia).








